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Abgeschlossene Diplomarbeiten

In allen herunterladbaren Diplomarbeiten wurden übernommene Abbildungen vorsorglich geschwärzt, um eventuellen urheberrechtlichen Bedenken vorzubeugen. Die originalen Arbeiten können am AECC Chemie eingesehen werden.


SchülerInnenvorstellungen im Fokus der Unterrichtsplanung zum Thema "Elektrochemie" für eine achte Schulstufe AHS/WMS

Stefan Richter (2017)

In dieser Diplomarbeit wurden zwei Unterrichtseinheiten für den Chemieunterricht der 8. Schulstufe zum Thema Elektrochemie geplant, durchgeführt und in weiterer Folge analysiert. Das Ziel dieses Unterrichts sollte sein, dass das Verständnis der Schülerinnen und Schüler gegenüber elektrochemischen Vorgängen, konkret der Funktionsweise einer Batterie, gefördert wird. Zur Planung wurden in der Literatur beschriebene Schülerinnen- und Schülervorstellung zum Thema Elektrochemie, sowie anderen Bereichen der Chemie und Physik, die eine wichtige Rolle zum Verstehen beitragen, berücksichtigt.
Aus fachdidaktischen Erhebungen weiß man, dass Lernen ein aktiver Prozess ist, der von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler stark beeinflusst wird (Barke et al., 2015). Bei der Unterrichtsplanung sind bezüglich des Lernens Präkonzepte von großer Bedeutung. Aus konstruktivistischer Sicht ist es notwendig, den aktuellen Wissensstand der Schülerinnen und Schüler zu kennen, um im Anschluss neues Wissen sinnvoll darauf aufbauen zu können (Duit, 2010). Mittlerweile hat man aus verschiedenen Untersuchungen, wie z. B. von Reinders Duit (2009), die Erkenntnis gewonnen, dass alle Lernenden ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zum jeweiligen Thema bereits in den Unterricht mitbringen.
In meiner Arbeit wurde die Entstehung der Unterrichtseinheiten, sowie dessen Durchführung und Evaluierung im Detail beschrieben. Ebenfalls wurde die Entwicklung des Multiple-Choice-Fragebogens zur Evaluierung und dessen statistische Auswertung nach Bortz und Schuster (2010) beleuchtet. Die Unterrichtsplanung kann von Lehrkräften ohne größere Veränderungen direkt für den Chemieunterricht verwendet werden.
Der konzipierte Unterricht wurde in vier Klassen der 4. Schulstufe einer AHS/WMS getestet. Jede der Unterrichtsstunden bestand aus einem Schülerinnen- und Schülerversuch mit dazugehörenden Aufgaben, welche die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen bearbeiteten. Zwischen den selbständig zu machenden Aufgaben gab es ergänzende Erklärungen der Lehrperson. Auf Arbeitsblättern wurden die Beobachtungen während den Versuchen, sowie die Antworten zu den Aufgaben festgehalten. Darüber
hinaus wurde von den Schülerinnen und Schülern vor und nach der Durchführung des geplanten Unterrichts der entwickelte Fragebogen ausgefüllt.
Die Antworten der Schülerinnen und Schüler auf dem Fragebogen bildeten die Grundlage dieser Arbeit. Dadurch wurde ermittelt, welche der behandelten Teilbereiche nach dem durchgeführten Unterricht zur Funktionsweise eines galvanischen Elements sich im Vergleich zu vorher verbessert haben und wo die Schülerinnen und Schüler Probleme haben.
Aufgrund dieser Auswertungen konnten Schwierigkeiten identifiziert und Vorschläge zur Verbesserung der Unterrichtseinheiten am Ende der Arbeit gemacht werden.


Fachwissenserwerb beim Forschenden Lernen in einer Lernwerkstatt (im Projekt von Dr. Simone Abels)

Miriam Irndorfer (2016)

In der vorliegenden Diplomarbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit das Format Lernwerkstatt den Fachwissenserwerb und Fachwissensbehalt ermöglicht. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Wissen, welches selbst konstruiert wird, länger abrufbar ist als jenes Wissen, das nicht selbst konstruiert wird. Bei dieser Art von Wissensaufbau benötigt es einige Kompetenzen, die von den SchülerInnen gefordert werden, und im Kompetenzmodell Naturwissenschaften (Bifie, Kompetenzmodell Naturwissenschaften 8. Schulstufe, 2011) festgehalten sind. Das Wissen der SchülerInnen der drei untersuchten Klassen wird mittels eines Pre-Post-Follow-up-Designs getestet. Mithilfe zweier unterschiedlicher Testformate wird deren Wissensentwicklung überprüft. Die geschlossenen und offenen Aufgaben aus dem ersten Testteil, welche auch schon vor der Lernwerkstatt bearbeitet wurden, werden anhand eines selbst entwickelten Punktesystems ausgewertet. Die offenen Aufgaben des zweiten Testteils, die spezifisch auf die individuellen Fragestellungen in der Lernwerkstatt zugeschnitten wurden und somit erst nach der Lernwerkstatt einsetzbar sind, werden nach einem Vorgehen von Hammann und Jördens (2014) ausgewertet. Mit der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass das offene Format der Lernwerkstatt das Potential hat, langfristigen Fachwissensaufbau bzw. dessen Behalt zu fördern. Eine Schwierigkeit, die sich im Zuge dieser Arbeit herauskristallisiert hat, ist, dass ein guter Grundstock an Vorwissen von Vorteil ist, um erfolgreiches Lernen in Gang zu setzen. Eine weitere Schwierigkeit stellt auch die Wahl der Offenheit bzw. Strukturierung dar, da die Wahl dieser von einigen Faktoren abhängig ist, wie beispielsweise von den entwickelten Kompetenzen oder der Vertrautheit mit dem Thema.

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Unterschiedliche Ziele von Lehrperson und SchülerInnen während des Experimentierens im Chemieunterricht - Eine Videoanalyse Forschenden Lernens nach Grounded Theory (im Projekt von Dr. Simone Abels)

Dominik Klika (2016)

Die vorliegende Diplomarbeit ist der Frage nachgegangen, welche Ziele von einer Lehrerin und SchülerInnen beim LehrerInnen-SchülerInnen-Gespräch (LSG) während des Experimentierens beim Forschenden Lernen erkennbar sind und wie diese verhandelt werden. Zur Untersuchung wurden drei Chemieeinheiten zu unterschiedlichen fachlichen Themen auf Level 1 und Level 2 des Forschenden Lernens herangezogen. Die Themen der Einheiten waren Elektrolyse von Wasser (Level 1), Stofftrennung eines Sand-Salz-Sägespäne-Gemischs und Destillation eines Ethanol-Wasser-Gemischs (beide Level 2) und wurden von einer Lehrerin unterrichtet. Im Zuge des Habilitationsprojekts von Frau Dr. Simone Abels (Abels, 2015b) wurden diese Unterrichtseinheiten mittels Videokameras und Audiogeräten im Chemieunterricht zweier vierten Klassen (8. Schulstufe) in der Lernwerkstatt Donaustadt (Wien) aufgenommen und als Forschungsbasis für diese Diplomarbeit zu Verfügung gestellt. Das Datenmaterial wurde transkribiert und mithilfe der Grounded Theory Methodologie nach Kathy Charmaz (2006) analysiert.
Naturwissenschaftliche Grundbildung spielt in der heutigen Gesellschaft eine immer bedeutendere Rolle, um am modernen Leben teilnehmen zu können. Bei alltäglichen Entscheidung wird ein gewisses Maß an naturwissenschaftlichem Verständnis benötigt, um diese Entscheidungen bewusst und begründet treffen zu können. Bei naturwissenschaftlicher Bildung geht in diesem Zusammenhang über das bloße Reproduzieren von Fakten hinaus, wie es häufig bei deduktiv-orientiertem Unterricht vermittelt wird (Lembens et al., 2013; Schreiner & Schwantner, 2009).
Forschendes Lernen wird als ein möglicher Weg beschrieben, um von fakten-basiertem zu induktiv-orientiertem Unterricht zu gelangen. Der Ansatz des Forschenden Lernens wird als authentischer, wichtiger und effektiver Weg betrachtet, um Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche Inhalte zu vermitteln (AAAS, 1989, 2000; NRC, 1996, 2000). Forschendes Lernen tritt in vier unterschiedlichen Anforderungsniveaus auf und soll Schülerinnen und Schüler zu mehr Eigenverantwortung und begründeten Erklärungen zu Sachverhalten führen (Abrams et al., 2008). Neben dem Forschenden Lernen stellt die Erläuterung von Experimenten im Chemieunterricht und dem Erscheinungsbild von Gesprächsmustern im Unterricht einen wichtigen Aspekt dieser Arbeit dar, um eine fundierte Basis für diese Forschungsunternehmung zu geben.
Diese Diplomarbeit konnte zeigen, dass zwei wesentliche Ziele bei der Verhandlung im LSG auftreten. Zum einen bildete sich die Kategorie Negotiating Scientific Content heraus, bei der es um die Verhandlung von naturwissenschaftlichen Inhalten zwischen der Lehrerin und den Schülerinnen und Schülern geht. Dieser Aspekt wird vor allem von der Lehrerin strukturiert und vorangetrieben. Die Vermittlung von naturwissenschaftlichen Inhalten steht besonders bei Level 1 des Forschenden Lernens im Fokus. Zum anderen zeigte sich in aktiven Experimentierphasen, dass Tun und Handeln für Schülerinnen und Schüler eine besondere Motivation darstellt. Dieses Erscheinungsmuster wurde in die zweite Hauptkategorie mit dem Namen Negotiating Experimental Activities integriert. Diese Form der Verhandlung tritt besonders bei Level 2 des Forschenden Lernens auf und wird von den Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen Erscheinungen gelenkt. Die Macht des Handelns steht für Schülerinnen und Schüler in aktiven Experimentierphasen über der Vermittlung von naturwissenschaftlichen Sachverhalten.
Durch die vorliegende Diplomarbeit konnte gezeigt werden, wie sich Ziele beim Experimentieren im LSG einer Lehrerin und Schülerinnen und Schülern in Bezug zum Level des Forschenden Lernens unterscheiden. Obwohl beide Seiten einen großen Einfluss auf den Dialog haben können, stehen teilweise unterschiedliche Intentionen und Führungsanteile dahinter. Auf diese unterschiedlichen Ansprüche kann im zukünftigen Unterrichten eingegangen werden, um Forschendes Lernen effektiv im Unterricht einsetzen zu können.

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Unterschiedliche SchülerInnen in der Lernwerkstatt - Wahrnehmungen, Ziele, Lerngelegenheiten (im Projekt von Dr. Simone Abels)

Tanja Radinger (2015)

Das Forschende Lernen gilt als moderner Unterrichtsansatz in den Naturwissenschaften. Es soll weg von faktenzentriertem Auswendiglernen hin zu einem induktiven und nachhaltigen Unterricht führen (vgl. Abrams et al., 2008; Europäische Kommission, 2007). Die mannigfaltige Idee des Forschenden Lernens vereint drei Hauptziele: to do inquiry, to learn about inquiry und to learn scientific content (vgl. Abrams et al., 2008). Diese Ziele erfordern und fördern verschiedene Ziele und Kompetenzen, die sich im österreichischen Kompetenzmodell für Naturwissenschaften in der 8. Schulstufe (vgl. BIFIE, 2011) wiederfinden lassen. Die SchülerInnen können zur Reflexion über ihre eigene Arbeit sowie über Nature of Science gebracht werden (vgl. Abd-El-Khalick, 2004). Sie nehmen am Forschungsprozess auf vielen Arten teil (vgl. Abels et al., 2014) und arbeiten mit Materialen, Objekten und Ideen (vgl. Millar, 2009). Weiters können sie Wissen in speziellen Fachgebieten sowie allgemein durch das Herstellen von Zusammenhängen und im Umgang mit Modellen erwerben und vertiefen (vgl. Abrams et al., 2008). In der Literatur werden vier Level zur Umsetzung des Forschenden Lernens vorgeschlagen (vgl. Colburn, 2000; Abrams et al, 2008; Blanchard et al, 2010). Von den Leveln 0-3 nimmt die Offenheit und SchülerInnenzentriertheit des Settings stetig zu (vgl. Colburn, 2000). Mit dieser Vielfalt an Zugangsmöglichkeiten wird das Forschende Lernen als sinnvoll im Umgang mit Diversität dargestellt (vgl. Europäische Kommission, 2007). Es kann SchülerInnen verschiedener Herkunft, Interessen, Fähigkeiten, Lernmotivation ect. ansprechen und einbinden (vgl. Abels, 2012; Sliwka, 2010). Das Konzept „Lernwerkstatt“ verbindet eine Offenheit für Diversität mit offener Raum-, Inhalts-, Sozial- und Zeitgestaltung und Forschendem Lernen auf Level 3 (vgl. Ernst, 1998; Zocher, 2001).
Diese Arbeit beschreibt die hier erwähnte Begrifflichkeiten im Detail und zeigt theoretische Ziele, Lerngelegenheiten und Herausforderungen des Forschenden Lernens auf. An den theoretischen Abriss schließt eine empirische Untersuchung an, die die Arbeit von vier SchülerInnengruppen in einer Lernwerkstatt analysiert. Im Rahmen von Dr. Simone Abels Projekt (vgl. Abels, 2015) wurden die vierten Klassen der Neuen Mittelschule Donaustadt in ihrem dreitägigen Lernwerkstattsprojekt begleitet. Anschließend wurden Interviews durchgeführt und transkribiert. Gemeinsam mit den Beobachtungen aus der Lernwerkstatt sowie transkribierten Videoausschnitten wurden diese Daten nach der inhaltlich-strukturierenden Inhaltsanalyse (Mayring, 2010) ausgewertet. Durch die Analyse werden die theoretisch dargestellten Ziele, erwerbbare Kompetenzen und mögliche Herausforderungen mit der Umsetzung in der Praxis abgeglichen werden. Dadurch wird dargestellt, wie unterschiedliche SchülerInnen in einer Lernwerkstatt arbeiten, welche Fähigkeiten sie dabei vertiefen können und wo noch Raum für Lerngelegenheiten ist. Im Abgleich zwischen Theorie und Praxis soll die Vielfältigkeit und Anwendbarkeit des Forschenden Lernens sichtbar werden.

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Beobachtungskompetenz beim Forschenden Lernen an einer inklusiven Mittelschule (im Projekt von Dr. Simone Abels)

Marlies Ehrenweber (2015)

This thesis examines pupil’s observation behavior in inquiry learning.
The first chapter deals with the theoretical basics and background knowledge, which are underlying concepts for the empirical research conducted in this thesis. First of all, the concept of inquiry learning is defined, which is an action-oriented model of open learning where pupils are confronted with a practical-oriented approach towards sciences and they are engaged in subsequent working and thinking methods (NES, 2000). Inquiry learning aims at competence development as well as it should function as a support of the pupil’s individual skills. Because of the direct contact with scientific materials which students seem to profit from in inquiry learning and especially in a “Lernwerkstatt” or station learning, this teaching method is suitable equally well for learners with or without special needs (Scruggs & Mastropieri, 1994a In: Scruggs, Mastropieri & Okolo, 2008). Subsequently, inquiry learning for learners with special needs is discussed and the reasons why pupils with special needs or disabilities seem to benefit from inquiry learning. Also, possible challenges people have to face in inquiry learning, which occur for example due to pupils’ diverse learning skills, are discussed. Then, an explanation and definition of competences in general and the related competence models (BMBF, 2013) is given. The competence of observing, which represents a central part of inquiry learning and therefore of this thesis, is focused on by explaining the types of observing. After the clarification of the terms “Lernwerkstatt” and station learning, which are forms of inquiry learning the second part of the thesis begins including the description of the empirical research and its results.

The second chapter begins with the empirical research and its outcomes. The study was developed out of the habilitation of Dr. Simone Abels and took place at the Lernwerkstatt Donaustadt, which is an inclusive secondary school in Vienna. Data was collected in three third grade classes through the participatory observation model, which was expanded with observation sheets, video and audio records. The consequent qualitative analysis followed the model of Mayring (2010), of which the particular evaluation methods “Zusammenfassung”, which is to summarize the whole data, and “induktive Kategorienbildung” were chosen as a basis for analysis and interpretation.
A deductive approach cannot be excluded although data analysis took place inductively, therefore, an interplay between inductive and deductive analysis is given. This leads to the following results: Although the practical experiences gained in the course of the empirical research allow for many comparisons to the underlying theory, it is clearly shown in my research that the actual observations in inquiry learning made by learners deviate from some theoretical definitions and assumptions. For example, learners did only observe partially in the sense of scientific observation as they did often develop a concrete research question in the beginning which was to be answered with the help of observations but however, they did only occasionally question the gained knowledge which actually is, according to literature, a crucial characteristic of the scientific and structured method of observation (cf. Chapter 3, sections 3.5 to 3.8).
The research results gained through the empirical research on learners’ observations can be summarized as follows: Pupils observe by watching, examining or touching and feeling, hearing, tasting, or smelling, counting things, measuring or searching for diverse aspects. Furthermore, they often show each other things, put up assumptions and point out diverse observations to each other or exchange about them, which leads to new insights sometimes. Some pupils protocol their observations or keep them in pictures. Also, learners’ comparisons of their knowledge with existing literature or information they find on the internet contribute to the acquisition of new knowledge. The research results gained through the research about observation competences of learners in inquiry learning moreover allow for drawing parallels to the Austrian “Kompetenzmodell Naturwissenschaften” (competence model of science) and the Austrian “Bildungsstandards”. This means that inquiry learning contributes to the development and support of the defined target competences in the Austrian “Bildungsstandards”.

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Selbständiges Lernen in einer Lernwerkstatt als didaktischer Ansatz eines kompetenzorientierten Biologieunterrichts (im Projekt von Dr. Simone Abels)

Stefanie Fellinger (2015)

The focus of the present investigation lies on the extent to which a “Lernwerstatt“, which is based on learning science principles, has benefits on the autonomy and selfdetermination of pupils. As a part of the postdoctoral project of Dr. Simone Abels, three classes of middle school were monitored by participant observation and video analysis. The achieved data was evaluated by a structured, systematically qualitative content analysis proposed by Mayring (2010). Based on a deductively defined categorysystem, the obtained data could be analysed in scales. The importance of autonomy support is shown in the „self- determination theory of motivation“ (Deci & Ryan 1993), which defines autonomy as one of three basic needs. The basic needs are necessary to achieve intrinsic motivation, which is responsible for an increase of high quality mental processing and deep cognitive engagement (Blumenfeld et al. 2006).
In reference to the Austrian educational standards and the competence model, pupils should be cognitively engaged during biology lessons and develop the ability to connect science-based investigations with scientific knowledge (Bifie 2011). Inquiry-based learning is one didactic way in which pupils get the possibility to experience scientific research at first hand (NRC 2000). This kind of science education provides the opportunity for various ways (four different levels can be distinguished) in which inquiry can be encouraged in a classroom (Abrams et al. 2008; Blanchard et al. 2010; Colburn 2000; Schwab 1962). Therefore, inquiry-based learning is ideal for classes with high diversity, in which integration and iclusion can be achieved (Abels & Markic 2013; Colburn 2010; Scruggs & Mastropierie 2007; Werning & Lütje-Klose 2007).
The present investigation showed that a “Lernwerkstatt“ as a kind of an inquirybased learning environment, encourages pupils to deal with personal interest issues, to ask questions, plan investigations, collect data by doing experiences, systematic observation or making accurate measurements, and to evaluate and interpret the results of their examination. A “Lernwerkstatt”, according to Level 3 of inquiry-based learning, is not only a way of competence-oriented biology class, but also gives pupils opportunities to experiment with science phenomena in a self-determined and autonomous way.
The results of the data analysis also demonstrate the difficulties for teachers to find the right balance between openness and structure, which are  requirements for a successful and target-aimed inquiry-based learning. Inquiry-based learning should be organised in a manner that gives the students the chance to activate their competences in an autonomous and self-determined way.
The present investigation appeals to every current and coming biology-teacher to deal with Inquiry-based Learning und to help their pupils to become scientifically educated, self-determined and autonomous individuals.

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Vorstellungen Naturwissenschaftsstudierender von Nature of Science mit besonderem Fokus auf den Aspekt Atome

Hannah Todt (2014)

Scientific literacy is claimed to be an important outcome of science education, particularly it is important to navigate one’s way in today’s daily life, which is thoroughly affected by scientific issues (Gräber& Nentwig, 2002; Lembens & Rehm, 2010). Therefore, the focus should not only be on the scientific subject matter. Rather it seems to be important that everyone gains informed conceptions about the characteristics of science, which are known as Nature of Science (NOS) (Abd-El-Khalick, 2006; Lederman, 2007). Scientific education in schools plays a major role in reaching this goal, as it is the last time most people are confronted with scientific matters in an educational setting (Lembens & Rehm, 2010). However, it seems to be quite a challenge for science teachers to promote an adequate understanding of NOS in order to help students develop informed conceptions while also conveying the subject content. Science teachers need support to develop their own informed conceptions and to create environments where students can learn and reflect effectively about NOS (Hofer, 2001; Bruns, 2009). The University of Vienna is about to design courses helping future chemistry teachers to tackle this challenge. Therefore it is of interest to assess the views science students hold about different aspects of NOS. An online questionnaire was designed at the University of Vienna for this purpose, which addressed the views of students studying biology, chemistry and physics. The questionnaire is based on Abd-El-Khalicks’s (2006) VNOS-C (Views of Nature of Science Questionnaire- Form C) and contains open questions. The compiled data from 245 completed questionnaires was categorized and analysed using Mayring’s qualitative content analysis (Mayring, 2010) and the data compiling software MAXQDA. The special focus of this thesis is laid on the answers concerning "atoms" and the correlating NOS-aspects: the tentative nature of scientific knowledge, how scientific knowledge is generated and the nature of scientific models. The students’ views of these aspects were also considered with regard to various variables such as their age, subject combination and study progress.
This study showed that many of the participants held naive views of the tentative nature of scientific knowledge, the nature of scientific models and especially of how scientific knowledge is generated. The consideration of various variables led to the result that there is no difference between science major students and science student teachers. When comparing the views of biology, chemistry and physic students separately, there’s a small difference in favour of the chemistry students. There was also a small increase of "informed" views considering the duration of study and the age of the students.

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Vorstellungen Naturwissenschaftsstudierender von Nature of Science mit besonderem Fokus auf den Aspekt Experimente

Christoph Weberndorfer (2013)

The importance of science and technology in today’s society seems beyond  controversy. However, a society which is extensively influenced by science and its accomplishments also requires members with a scientific education. This enables them to act responsibly and make informed judgments (Gräber & Nentwig, 2002; Lembens & Rehm, 2010). Many experts agree that scientific literacy is more than sheer factual knowledge. It also includes the awareness of general characteristics and limitations of science (Abd-El-Khalick, 2004; Gräber & Nentwig, 2002; Fischer, 1998; Lembens & Rehm, 2010). Hence, scientific literacy implies the issue of nature of science and should as well be discussed in school education. Creating an environment which fosters the learning of subject content as well as aspects of nature of science is, however, an ambitious challenge. Scientists argue that epistemological beliefs of teachers are reflected in the way they plan their lessons (Akerson & Volrich, 2006; Hofer, 2001). It is therefore of considerable importance that science teachers are aware of their individual conceptions of nature of science and get the opportunity to reflect and develop these during university education. The investigation of science students’ views of nature of science allows to draw possible conclusions about the current university science education. In this context the diploma thesis focuses on students’ ideas of nature of science with respect to scientific experiments. On the one hand, it investigates students’ views on specific aspects as experimental aims and the role of control and manipulation, prior expectations and creativity in experiments. On the other hand, the influence of different variables, like subject combinations, duration of study, age or gender is evaluated.
In order to survey the experimental aspects of nature of science views of science students at the University of Vienna an online questionnaire has been used, which was based on the VNOS-C (Views of Nature of Science Questionnaire – Form C) questionnaire developed by Abd-El-Khalick (2004). The  structured, qualitative  content  analysis  proposed  by Mayring (2007) and the  software  MAXQDA  have been used to  analyze the  obtained results. The analysis shows that a considerable amount of students have inadequate beliefs about experimental aspects of nature of science. The comparison of the results with respect to different variables indicates that the high ratio of students with  naive views is independent of age, gender and various subject combinations. It shows, however, that the ratio of students with informed conceptions of nature of science increases with the duration of study. Moreover, the analysis indicates that a higher percentage of chemistry students hold naive views about experimental aspects of nature of science compared to biology or physic students. The obtained results give rise to the assumption  that the curricula of scientific subjects have a considerable influence on the  students’ views of nature of science and represent the basis for further investigations.

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Concept Cartoons im Chemieunterricht - Einsatzmöglichkeiten am Beispiel "Alkohole"

Petra Marik (2013)


Analyse und Optimierung von praktischen Aufgaben zur Überprüfung der NAWI-Kompetenzen im Chemieunterricht am Ende der 8. Schulstufe

Erich Gabler (2012)

In dieser Diplomarbeit werden zwei Experimentalaufgaben analysiert, die vom Entwicklungsteam der österreichischen Bildungsstandards für die naturwissenschaftlichen Fächer für die 8. Schulstufe konzipiert wurden, um die Anwendung dieser Standards im Chemieunterricht zu verdeutlichen. Die beiden Aufgaben sind als Erarbeitungsaufgaben für den Unterricht gedacht und sollen die Entwicklung der Kompetenzen (die im Kompetenzmodell „NAWI-8“ festgelegt sind) bei Schülerinnen und Schülern fördern. Es sind Beispiele, die Lehrkräfte ohne größere Änderungen direkt für ihren kompetenzorientierten Unterricht verwenden können. Sie sind nicht als Testaufgaben für Standardtestungen konzipiert. In der Arbeit wird kurz die Entwicklung der Bildungsstandards in Österreich im letzten Jahrzehnt nachgezeichnet und im Speziellen auf die diesbezügliche Entwicklung in den Naturwissenschaften eingegangen. Ebenso wird der Entstehungsprozess des Kompetenzmodells für die Naturwissenschaften in der 8. Schulstufe („NAWI-8“) beleuchtet. Die beiden Experimentalaufgaben wurden in einer ersten Pilotstudie an mehreren Schulen in Österreich durch die Entwicklungsgruppe getestet. Die Aufgaben wurden von den Schülerinnen und Schülern in Zweierteams bearbeitet. Auf Arbeitsblättern hielten sie die Lösungen und Diskussionen über die durchgeführten Versuche fest. Darüber hinaus wurden während der Bearbeitung der Aufgaben Ton- und Videoaufzeichungen gemacht. Die schriftlichen Antworten der Schülerinnen und Schüler bilden die Grundlage dieser Arbeit, in der sie mit Hilfe der Skalierenden Strukturierung der Qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet werden. Dabei wird ermittelt, welche Kompetenzen die teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bei der Bearbeitung der Aufgaben zeigten und wo es besondere Schwierigkeiten bei der Bearbeitung gab. Aufgrund dieser Auswertung konnten jene schwierigen Stellen identifiziert werden und Vorschläge zur Verbesserung der Aufgaben am Ende der Arbeit unterbreitet werden. Zusätzlich werden Probleme bei der Analyse der schriftlichen Antworten, die aufgrund von einzelnen Formulierungen des Kompetenzmodells auftreten, thematisiert.

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Untersuchung zum Selbstkonzept und Interesse von VolksschülerInnen im Begabungsförderungsprogramm „Science Space Kids“

Katharina Petermann (2011)

Diese Diplomarbeit dient der Untersuchung des naturwissenschaftsbezogenem Selbstkonzepts und des Interesses an Naturwissenschaften der TeilnehmerInnen am Begabungsförderungsprogramm „Science Space Kids“ für VolksschülerInnen. Dabei handelt es sich um ein mehrwöchiges Pull-Out-Programm für SchülerInnen der dritten und vierten Schulstufe, bei dem forschendes Lernen praktiziert wird. Unterschiedliche Fragestellungen sollen durch von den SchülerInnen selbst entworfene Experimente beantwortet werden.

Als Forschungsinstrumente werden Fragebögen und ein Interviewleitfaden erstellt, mit deren Hilfe meine zentralen Forschungsfragen auf SchülerInnen- und Lehrpersonenebene beantwortet werden sollen. Auf der Ebene der Lehrpersonen wird mit Hilfe von Fragebögen erforscht, warum sie SchülerInnen zu dem Programm „Science Space“ entsenden, und nach welchen Kriterien die Auswahl der SchülerInnen geschieht. Weiters wird die Rolle der Eltern bei der Auswahl der SchülerInnen beforscht. Ein anderes Forschungsgebiet ist, wie die Lehrpersonen nach der Intervention, der Teilnahme der SchülerInnen an „Science Space“, die „Wiedereingliederung“ der SchülerInnen in den naturwissenschaftlichen Unterricht wahrnehmen. Auf SchülerInnenebene wird ein methodenpluralistisches Verfahren (quantitativ und qualitativ) angewendet. Beobachtungen während „Science Space“, Fragebögen und Interviews geben umfassende Antworten zu meinen Forschungsfragen. Es wird erhoben, ob bestimmte naturwissenschaftsbezogene Selbstkonzepttypen unter den TeilnehmerInnen existieren, und ob sich das Selbstkonzept durch die Teilnahme am Programm „Science Space“ verändert. Auch die Entwicklung des naturwissenschaftlichen Interesses der SchülerInnen wird unter diesen Aspekten beforscht.

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Naturwissenschaften historisch verstehen

Eine fachdidaktische Erörterung, Erhebung zum Ist-Zustand im Chemieunterricht in Österreich und mögliche Unterrichtskonzepte

Jennifer Anzlin (2011)

Die Naturwissenschaften und all ihre Errungenschaften haben eine große Bedeutung für unser modernes Leben. Unsere hochtechnisierte Gesellschaft verlangt nach BürgerInnen, die autonom und kritisch sind, die eigene Meinungen haben und reflektieren. Damit zukünftige Erwachsene mit neuen Erkenntnissen und Erfindungen umgehen oder diese kritisch bewerten können, müssen sie über eine naturwissenschaftliche Grundbildung verfügen. Naturwissenschaftlicher Unterricht hat die Aufgabe, den SchülerInnen die Entwicklung eines angemessenen Verständnisses von Naturwissenschaften und Technik zu ermöglichen. Dies gelingt durch die Thematisierung und die aktive Auseinandersetzung mit der Natur der Naturwissenschaften (engl. „Nature of Science“). Ein Weg die Natur der Naturwissenschaften in den Unterricht zu integrieren, führt über die Wissenschaftsgeschichte. Mit deren Hilfe den SchülerInnen verdeutlicht wird, was Naturwissenschaften sind, wie sie funktionieren und wie sie das Leben bzw. die Gesellschaft beeinflussen. Heranwachsende erkennen diese als eine Aktivität des Menschen, wodurch naturwissenschaftliches Wissen als weniger abstrakt und begreifbarer erscheint. Die Bedeutung der Wissenschaftsgeschichte für die österreichischen ChemielehrerInnen wurde mittels einer Online-Befragung erhoben. Die befragten Lehrkräfte empfinden die Geschichte der Chemie als durchaus wichtig, sie erkennen auch ihre Bedeutung hinsichtlich möglicher Wirkungen auf den Unterricht. Anschließend geht die vorliegende Arbeit auf mögliche Unterrichtskonzepte ein, die die Aspekte der Natur der Naturwissenschaften mittels der Wissenschaftsgeschichte in den Unterricht integrieren. Hierzu werden auch zwei konkrete Beispiele der interaktiven historischen Vignette zum Thema „Kernspaltung, eine gewagte Idee“ und „Penicillin, ein glücklicher Zufall“ angeführt.


Was ist schwer beim Lernen von Chemie? SchülerInnenvorstellungen am Beispiel des Klimawandels

Christiane Mauthner (2010)

In der vorliegenden Arbeit wurden die Schülervorstellungen zum Klimawandel von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I, im Bundesgymnasium der Gottschalkgasse 21, in 1110 Wien, erhoben. Zu Beginn wird den Fragen nachgegangen, weshalb die Vorstellungen zum Klimawandel von Interesse sind und ob der globaler Klimawandel Thema im Chemieunterricht sein sollte. In einem Argumentationsstrang werden Pro- und Kontraargumente diesbezüglich angeführt. Im Anschluss daran werden einige wichtige Studien, im Hinblick auf den Stand der didaktischen Forschung über Schülervorstellungen zum Klimawandel, vorgestellt. Grundlagen zu den Schülervorstellungen umfassen das daran anschließende Kapitel. Dabei wird unter anderem auf Quellen und Charakter vorunterrichtlicher Vorstellungen eingegangen. Darauf aufbauend wird thematisiert, warum die Schülervorstellungen für das Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht eine Rolle spielen. Schließlich werden Unterrichtsstrategien präsentiert, die die vorunterrichtlichen Vorstellungen als Basis für den Unterricht, heranziehen. Den größten Teil dieser Arbeit nimmt die empirische Untersuchung ein. Mithilfe eines Methodenmix aus einer qualitativen und quantitativen Methode soll herausgefunden werden, welche Vorstellungen 14-jährige Schülerinnen und Schüler vom Klimawandel besitzen. Mit besonderer Beachtung dieser, wird im Chemieunterricht im Zuge des zweiwöchigen Themenschwerpunkts „Klimawandel“ auf ausgewählte Aspekte näher eingegangen. Der methodische Ansatz zielt darauf ab, durch eine vermehrte Berücksichtigung von Schülervorstellungen bei der inhaltlichen und methodischen Planung und Durchführung von Unterricht eine effektivere Vermittlung zu ermöglichen. Drei Monate nach der Lehrerintervention findet neuerlich eine Erhebung, mit denselben Forschungsinstrumenten, statt. Dadurch ist es möglich, einen Vorher-Nachher-Vergleich anzustellen. Ziel dieser empirischen Studie ist, dass sich die Schüler/innen einerseits über ihre eigenen Vorstellungen bewusst werden und andererseits ihre Erfahrungen mit der naturwissenschaftlichen Sicht so verknüpfen, dass das „richtig“ konstruierte Wissen als Basis für Lern- und Problemlöseprozesse erkannt wird und in Zukunft selbstständig und erfolgreich angewendet werden kann. Die erhobenen Daten des Pre- und Posttests und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen wurden in einer eingehenden Interpretation begründet.

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Fachdidaktik Chemie an der Universität Wien – Vorstellungen & Ziele von LehrveranstaltungsleiterInnen

Barbara Schönfeldinger (2011)

In der vorliegenden Diplomarbeit werden zum einen Vorstellungen über Fachdidaktik Chemie von LehrveranstaltungsleiterInnen an der Fakultät für Chemie der Universität Wien und zum anderen Ziele, die die LehrveranstaltungsleiterInnen in ihren Lehrveranstaltungen erreichen möchten, erhoben.

Den Hauptteil dieser Arbeit nimmt die empirische Untersuchung, die in Anlehnung an das Design einer Fallstudie erfolgt, ein. Die Fallstudie ermöglicht es, die Lehramtsausbildung im Unterrichtsfach Chemie an der Universität Wien aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wird die Forschungsplattform „Theory and Practice of Subject Didactics“ vorgestellt und kurz auf die einzelnen Forschungsinstrumente eingegangen. Der Aufbau des Lehramtsstudiums Chemie an der Universität Wien wird beschrieben. Dazu werden Studienpläne, Fachdidaktische Lehrveranstaltungen und Statistiken von Lehramtsstudierenden im Unterrichtsfach Chemie genauer ins Auge gefasst. Mit Hilfe des Erhebungsinstruments ExpertInneninterview soll herausgefunden werden, welche Vorstellungen die LehrveranstaltungsleiterInnen über Fachdidaktik Chemie haben, welche Ziele sie in ihren Lehrveranstaltungen verfolgen und wie sie diese versuchen um zu setzen. Handlungsmöglichkeiten von LehrveranstaltungsleiterInnen in fachdidaktischen Lehrveranstaltungen und deren Vor- und Nachteile, sowie Effekte werden beforscht. Die erhobenen Daten werden interpretiert und Schlussfolgerungen daraus gezogen.

Diese Arbeit bietet einerseits Einblicke in die universitäre fachdidaktische Ausbildung von Studierenden des Lehramts Chemie an der Universität Wien sowie Einblicke in die Konzeptionen ausgewählter fachdidaktischer Lehrveranstaltungen und andererseits werden in Hinblick auf die Änderung des Studienplans durch die LehrerInnenbildung NEU Ideen und Vorschläge für die fachdidaktische Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Unterrichtsfach Chemie an der Universität Wien formuliert. Diese Arbeit ist somit eine mögliche Diskussionsgrundlage bei der Neukonzeption des Studienplans für das Lehramtsstudium Chemie an der Universität Wien.

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Argumentation von SchülerInnen zum Einsatz von Gentechnologie

Klemens Wernisch (2010)

Die vorliegende Arbeit bewegt sich im Foschungsfeld, das sich im Laufe der letzten Jahre in der deutschsprachigen Didaktik unter dem Begriff „Natur der Naturwissenschaften NdN“ (englisch: „nature of science NOS“) entwickelt hat. Dabei leistet die Arbeit einen Beitrag im Bereich der umwelt- bzw. bioethischen Aspekte und orientiert sich an den Fragen aus "VOSTS" (Views on Sience, Technology and Society) von Aikenhead, Ryan und Fleming (1989) sowie an "SET" (Schule Ethik Technologie) von Schallies, Wellensiek und Lembens (2000).  Es handelt sich um eine Interventionsstudie in der Sekundarstufe II im fächerübergreifenden Unterricht in Biologie und Chemie. Dabei werden didaktische und unterrichtsmethodische Aspekte einer Fallstudie im entscheidungsorientierten Unterricht (Kaiser, 1983) beleuchtet.   Am Beispiel der Gentechnologie als mögliche Umwelttechnik in der Lebensmittelproduktion – genauer im Pflanzenbau – wird der Entwicklung der moralischen Diskurs- und Urteilsfähigkeit von SchülerInnen nachgegangen. Dabei werden sowohl die Konstanzer Methode der Dilemmadiskussion (KMDD) als auch der ›Moralisches Urteil‹ - Test (MUT) nach Lind (1978; 2009) angewendet.  Neben der beschriebenen Forschungsaufgabe soll diese Untersuchung einen Beitrag zur Weiterentwicklung eines vom Autor bereits erprobten Curriculums zum Thema „Lebensmittel und Biotechnolgie“ leisten. Damit ist diese Arbeit im Lichte der Aktionsforschung (Altrichter & Posch, 2007) zu betrachten.

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Zur Entwicklung einer Fachsprache im Chemieunterricht der vierten Schulstufe

Eine Fallstudie

Karin Steinmetz (2010)


Zur Erforschung der chemischen Fachsprachenentwicklung von Schülern und Schülerinnen der Sekundarstufe I wurde eine Fallstudie im Bundesgymnasium der Gottschalkgasse 21, in 1110 Wien, durchgeführt. Es wurden drei Schüler der vierten Klasse Unterstufe über einen Zeitraum von zwei Wochen im Chemieunterricht beobachtet.
Zu Beginn der Arbeit werden die Grundlagen für Sprachentwicklung dargelegt. Diese  umfassen die Abgrenzung der verschiedenen Sprachformen und den Einfluss, den Sprache auf den naturwissenschaftlichen Unterricht, im Speziellen auf das Fach Chemie, ausübt. Im Anschluss daran werden wichtige Erkenntnisse über die Begriffsbildung und die Bedeutungsveränderung von Termini dargelegt. Der Weg der Begriffsbildung beginnt beim Vergleichen von Neuem mit Bekanntem, läuft über das Differenzieren und Abstrahieren bis hin zum Generalisieren und Typisieren. Die Muttersprache bildet das Fundament, auf welchem Fachsprachenentwicklung stattfindet, da bei „motivierten Termini“ über sie der Sinn abgeleitet werden kann. Hat der oder die Lernende einen Fachbegriff erfasst, finden als nächste Schritte Bedeutungserweiterungen oder –verengungen statt. Das Beispiel „Kalk“ soll die Wechselwirkung von Alltags- und Fachsprache im Chemieunterricht veranschaulichen. Die Vorstellungen, welche die Schüler und Schülerinnen in den Unterricht mitbringen, sowie das soziales Umfeld, aus dem die Jugendlichen stammen, stellen weitere wesentliche Faktoren zur Beeinflussung der Lehr- und Lernprozesse dar. Ein Leitfaden guter Unterrichtsvorbereitung in Anlehnung an die Kriterien zur Fachsprachenentwicklung schließt dieses Kapitel ab.
Der empirische Teil umfasst die Beschreibung der gewählten Forschungsmethoden, sowie die Darstellung der Ergebnisse der Fallstudie, auf welche diese Methoden angewendet wurden. Als Forschungsinstrumente dienten zwei Gruppeninterviews, schriftliche Dokumentationen („Concept Maps“ und „Minute Papers“), sowie die teilnehmende Beobachtung mit Video- und Audioaufzeichnungen. Die erhobenen Daten und daraus resultierenden Schlussfolgerungen werden in einer eingehenden persönlichen Interpretation begründet. Eine Zusammenfassung und ein Ausblick schließen die Arbeit ab.

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Schülervorstellungen zum Klimawandel als Basis für einen schülerorientierten Chemieunterricht. - Eine empirische Studie in einer Klasse der 8. Schulstufe

Christiane Mauthner (2010)

Im Zuge der Diplomarbeit wurden die Schülervorstellungen zum Klimawandel von 10 Schülerinnen und 18 Schülern der Sekundarstufe I, im Bundesgymnasium der Gottschalkgasse 21, in 1110 Wien, erhoben.
Zu Beginn wird den Fragen nachgegangen, weshalb die Vorstellungen zum Klimawandel von Interesse sind und ob der globaler Klimawandel Thema im Chemieunterricht sein sollte. In einem Argumentationsstrang werden Pro- und Kontraargumente diesbezüglich angeführt. Im 
Anschluss daran werden einige wichtige Studien, im Hinblick auf den Stand der didaktischen Forschung über Schülervorstellungen zum Klimawandel, vorgestellt. Grundlagen zu den Schülervorstellungen umfassen das daran anschließende Kapitel. Dabei wird unter anderem auf Quellen und Charakter vorunterrichtlicher Vorstellungen eingegangen. Darauf aufbauend wird thematisiert, warum die Schülervorstellungen für das Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht eine Rolle spielen. Schließlich werden Unterrichtsstrategien präsentiert, die die vorunterrichtlichen Vorstellungen als Basis für den Unterricht, heranziehen.

Den größten Teil dieser Arbeit nimmt die empirische Untersuchung ein. Mithilfe eines Methodenmix aus einer qualitativen und quantitativen Methode soll herausgefunden werden, welche Vorstellungen 14-jährige Schülerinnen und Schüler vom Klimawandel besitzen. Mit besonderer Beachtung dieser, wird im Chemieunterricht im Zuge des zweiwöchigen Themenschwerpunkts „Klimawandel“ auf ausgewählte Aspekte näher eingegangen. Der methodische Ansatz zielt darauf ab, durch eine vermehrte Berücksichtigung von Schülervorstellungen bei der inhaltlichen und methodischen Planung und Durchführung von Unterricht eine effektivere Vermittlung zu ermöglichen. Drei Monate nach der Lehrerintervention findet neuerlich eine Erhebung, mit denselben Forschungsinstrumenten, statt. Dadurch ist es möglich, einen Vorher-Nachher-Vergleich anzustellen.

Ziel dieser empirischen Studie ist, dass sich die Schüler/innen einerseits über ihre eigenen Vorstellungen bewusst werden und andererseits ihre Erfahrungen mit der naturwissenschaftlichen Sicht so verknüpfen, dass das „richtig“ konstruierte Wissen als Basis für Lern- und Problemlöseprozesse erkannt wird und in Zukunft selbstständig und erfolgreich angewendet werden kann.

Die erhobenen Daten des Pre- und Posttests und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen wurden in einer eingehenden Interpretation begründet.

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Zur Bedeutung der Natur der Naturwissenschaften für den Aufbau einer naturwissenschaftlichen Grundbildung

Beispielhafte Lerngelegenheiten im Chemieunterricht durch historische Vignetten.

Anja Schwingenschlögl (2009)

Die Diplomarbeit setzt sich mit dem Konzept der „Natur der Naturwissenschaften“ (engl. „Nature of Science“) auseinander und schlägt den Einsatz von historischen Vignetten im Chemieunterricht vor, um Aspekte der Natur der Naturwissenschaften erfahrbar zu machen.
Es wird den Fragen nachgegangen, was unter der „Natur“, also „dem Wesen“ der Naturwissenschaften zu verstehen ist und welche Argumente für eine Beschäftigung mit dieser Thematik im naturwissenschaftlichen Unterricht sprechen.
Vorstellungen über die Natur der Naturwissenschaften beruhen unter anderem auf epistemologischen (erkenntnistheoretischen) Überzeugungen. Die Erfassung dieser Überzeugungen erweist sich allerdings als schwierig. Es werden Methoden und diesbezügliche Modelle aus der Forschung vorgestellt. Außerdem wird die Bedeutung epistemologischer Theorien für das Lernen verdeutlicht.
Konsensfähige adäquate und inadäquate Vorstellungen von Schülerinnen und Schülern über die Naturwissenschaften werden vorgestellt und durch eine kleine Studie an Lehramtsstudierenden ergänzt.
Ziel naturwissenschaftlichen Unterrichts sollte es sein, Schülerinnen und Schülern den Aufbau eines möglichst realitätsnahen Bildes von Naturwissenschaften zu ermöglichen.
Unter anderem erscheinen wissenschaftshistorische Aspekte geeignet zu sein, um Naturwissenschaften als einen Prozess erfahrbar werden zu lassen, der durch soziales Aushandeln von als gültig anerkannten Erkenntnissen gekennzeichnet ist.
Eine Möglichkeit, Aspekte der Natur der Naturwissenschaften und historische Komponenten in den Unterricht zu integrieren, stellt der Einsatz interaktiver historischer Vignetten dar. Neben einer Beschreibung der Methode und einer kurzen Reflexion darüber finden sich in der Arbeit noch zwei selbst verfasste Vignetten.

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Einfache chemische Experimente für die Volksschule

Claudia Wagner

Es sollen chemische Experimente ausgewählt und optimiert werden, die als Schülerversuche für Schüler der Primarstufe (Volksschule) geeignet sind. Es soll ein Experimentierset zusammengestellt werden, das alle nötigen Geräte und Chemikalien enthält, wobei besonders auf Sicherheitsaspekte und geringe Kosten der Materialien zu achten sein wird (low cost-Experimente). Außerdem soll eine Dokumentation erstellt werden, die neben Arbeitsvorschriften auch didaktische Hinweise für die Lehrkräfte und altersgerecht aufbereitete Arbeitsblätter für die Schüler enthält.
Die facheinschlägige Literatur sowie ähnliche Projekte, auch im Ausland, sollen analysiert werden. Die Lehrpläne der Volksschule (vor allem für das Unterrichtsfach Sachunterricht) sollen untersucht und berücksichtigt werden, um eine optimale Einbettung in die dort genannten Unterrichtsziele zu gewährleisten. Außerdem sollen Kontakte zu Volksschulen gesucht werden, um die Bedürfnisse der dortigen Lehrkräfte auszuloten.

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Exkursionsdidaktik Chemie – Die Bedeutung außerschulischer Lernorte im Chemieunterricht

Annette Hale (2009)

In einer Gesellschaft, in der lebenslanges Lernen unumgänglich ist, gewinnen außerschulische Lernorte als Möglichkeiten für den selbstständigen Wissenserwerb zunehmend an Bedeutung. Besonders im Fach Chemie ergeben sich durch deren Allgegenwärtigkeit zahlreiche Möglichkeiten für das Lernen außerhalb der Schule. In der am Österreichischen Kompetenzzentrum für Didaktik der Chemie (AECCC) durchgeführten fachdidaktischen Diplomarbeit sollen das Angebot und die Nachfrage von Exkursionsmöglichkeiten im Chemieunterricht im Raum Wien erhoben werden. Dazu sollen die Chemielehrerinnen und -lehrer an AHS in Wien mittels Fragebogen befragt werden, um zu ermitteln, welche Angebote bereits in Anspruch genommen werden und wo die Interessen der Lehrer für weitere Exkursionsziele liegen. Weiters soll zu den betreffenden Betrieben, Firmen, Institutionen und Einrichtungen Kontakt aufgenommen werden, um auch deren Vorstellungen, Bedürfnisse und Möglichkeiten mit einzubeziehen. Mithilfe der ermittelten Daten soll eine Broschüre für Chemie-lehrerinnen und -lehrer erstellt werden, die Exkursionsziele präsentiert und deren Angebot nach Eignung für die Ober- bzw. Unterstufe einteilt. Dazu müssen auch die jeweiligen Lehrpläne in Betracht gezogen werden um eine bestmögliche Einbettung von Exkursionen in den Unterricht zu ermöglichen. Die Begleitung von Exkursionen durch die Wissenschafterin soll die Bedeutung und Wirksamkeit von deren Vor- und Nachbereitung im Unterricht aufzeigen.
Ergänzend zum empirischen und qualitativen Forschungsteil der Arbeit soll durch eine Analyse der einschlägigen Fachliteratur die besondere Stellung von außerschulischen Lernorten im Unterricht allgemein und speziell in Bezug auf naturwissenschaftlichen Unterricht beleuchtet werden. Hierbei soll auch auf spezifische didaktische Aspekte von Exkursionen, die zu deren Gelingen maßgeblich beitragen, eingegangen werden. Weiters soll in der Literatur nach Beispielen für best practice und Problemen und den zugehörigen Lösungsansätzen bei der Umsetzung von Exkursionen gesucht werden.

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Fachbereichsarbeiten Chemie 1993-2007

Elena Dolejschi (2008)

In den letzten 15 Jahren wurden von AHS-Schülerinnen und -Schülern österreichweit insgesamt fast 1000 Fachbereichsarbeiten in Chemie verfasst. Diese Arbeiten liegen lediglich bei den 9 Landesschulräten auf und wurden bisher in ihrer Gesamtheit weder erfasst noch wissenschaftlich untersucht.
Im Rahmen der Diplomarbeit soll neben rein statistischen Daten u.a. untersucht werden, wer warum mit welchem Zeitaufwand FBAs im Unterrichtsfach Chemie erstellt, wie die Themenfindung erfolgt, welche Themenbereiche dominieren, welchen Stellenwert das Experiment einnimmt und welche Bedeutung interdisziplinä-res Arbeiten hat. Dazu werden umfangreiche Recherchen auch in den Bundesländern nötig sein. Mittels Fragebögen bzw. Interviews soll ein entsprechendes Sample an Verfassern wie Betreuern von FBAs befragt werden.
Produkt der Diplomarbeit soll außerdem eine einfache Datenbank sein, die webbasiert Abfragen über Titel und Abstracts aller FBAs ermöglicht.


 

Österreichisches Kompetenzzentrum für Didaktik der Chemie
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