Diplomarbeit

 

Fachwissenserwerb beim Forschenden Lernen in einer Lernwerkstatt (im Projekt von Dr. Simone Abels) 
Miriam Irndorfer

In der vorliegenden Diplomarbeit wird der Frage nachgegangen, inwieweit das Format Lernwerkstatt den Fachwissenserwerb und Fachwissensbehalt ermöglicht. Ausgangspunkt ist die Überlegung, dass Wissen, welches selbst konstruiert wird, länger abrufbar ist als jenes Wissen, das nicht selbst konstruiert wird. Bei dieser Art von Wissensaufbau benötigt es einige Kompetenzen, die von den SchülerInnen gefordert werden, und im Kompetenzmodell Naturwissenschaften (Bifie, Kompetenzmodell Naturwissenschaften 8. Schulstufe, 2011) festgehalten sind. Das Wissen der SchülerInnen der drei untersuchten Klassen wird mittels eines Pre-Post-Follow-up-Designs getestet. Mithilfe zweier unterschiedlicher Testformate wird deren Wissensentwicklung überprüft. Die geschlossenen und offenen Aufgaben aus dem ersten Testteil, welche auch schon vor der Lernwerkstatt bearbeitet wurden, werden anhand eines selbst entwickelten Punktesystems ausgewertet. Die offenen Aufgaben des zweiten Testteils, die spezifisch auf die individuellen Fragestellungen in der Lernwerkstatt zugeschnitten wurden und somit erst nach der Lernwerkstatt einsetzbar sind, werden nach einem Vorgehen von Hammann und Jördens (2014) ausgewertet. Mit der vorliegenden Arbeit wird gezeigt, dass das offene Format der Lernwerkstatt das Potential hat, langfristigen Fachwissensaufbau bzw. dessen Behalt zu fördern. Eine Schwierigkeit, die sich im Zuge dieser Arbeit herauskristallisiert hat, ist, dass ein guter Grundstock an Vorwissen von Vorteil ist, um erfolgreiches Lernen in Gang zu setzen. Eine weitere Schwierigkeit stellt auch die Wahl der Offenheit bzw. Strukturierung dar, da die Wahl dieser von einigen Faktoren abhängig ist, wie beispielsweise von den entwickelten Kompetenzen oder der Vertrautheit mit dem Thema.

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