Diplomarbeit

 

Was ist schwer beim Lernen von Chemie? SchülerInnenvorstellungen am Beispiel des Klimawandels 
Christiane Mauthner

In der vorliegenden Arbeit wurden die Schülervorstellungen zum Klimawandel von Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I, im Bundesgymnasium der Gottschalkgasse 21, in 1110 Wien, erhoben. Zu Beginn wird den Fragen nachgegangen, weshalb die Vorstellungen zum Klimawandel von Interesse sind und ob der globaler Klimawandel Thema im Chemieunterricht sein sollte. In einem Argumentationsstrang werden Pro- und Kontraargumente diesbezüglich angeführt. Im Anschluss daran werden einige wichtige Studien, im Hinblick auf den Stand der didaktischen Forschung über Schülervorstellungen zum Klimawandel, vorgestellt. Grundlagen zu den Schülervorstellungen umfassen das daran anschließende Kapitel. Dabei wird unter anderem auf Quellen und Charakter vorunterrichtlicher Vorstellungen eingegangen. Darauf aufbauend wird thematisiert, warum die Schülervorstellungen für das Lernen im naturwissenschaftlichen Unterricht eine Rolle spielen. Schließlich werden Unterrichtsstrategien präsentiert, die die vorunterrichtlichen Vorstellungen als Basis für den Unterricht, heranziehen. Den größten Teil dieser Arbeit nimmt die empirische Untersuchung ein. Mithilfe eines Methodenmix aus einer qualitativen und quantitativen Methode soll herausgefunden werden, welche Vorstellungen 14-jährige Schülerinnen und Schüler vom Klimawandel besitzen. Mit besonderer Beachtung dieser, wird im Chemieunterricht im Zuge des zweiwöchigen Themenschwerpunkts „Klimawandel“ auf ausgewählte Aspekte näher eingegangen. Der methodische Ansatz zielt darauf ab, durch eine vermehrte Berücksichtigung von Schülervorstellungen bei der inhaltlichen und methodischen Planung und Durchführung von Unterricht eine effektivere Vermittlung zu ermöglichen. Drei Monate nach der Lehrerintervention findet neuerlich eine Erhebung, mit denselben Forschungsinstrumenten, statt. Dadurch ist es möglich, einen Vorher-Nachher-Vergleich anzustellen. Ziel dieser empirischen Studie ist, dass sich die Schüler/innen einerseits über ihre eigenen Vorstellungen bewusst werden und andererseits ihre Erfahrungen mit der naturwissenschaftlichen Sicht so verknüpfen, dass das „richtig“ konstruierte Wissen als Basis für Lern- und Problemlöseprozesse erkannt wird und in Zukunft selbstständig und erfolgreich angewendet werden kann. Die erhobenen Daten des Pre- und Posttests und die daraus resultierenden Schlussfolgerungen wurden in einer eingehenden Interpretation begründet.

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