Diplomarbeit

 

SchülerInnenvorstellungen im Fokus der Unterrichtsplanung zum Thema "Elektrochemie" für eine achte Schulstufe AHS/WMS
Stefan Richter

In dieser Diplomarbeit wurden zwei Unterrichtseinheiten für den Chemieunterricht der 8. Schulstufe zum Thema Elektrochemie geplant, durchgeführt und in weiterer Folge analysiert. Das Ziel dieses Unterrichts sollte sein, dass das Verständnis der Schülerinnen und Schüler gegenüber elektrochemischen Vorgängen, konkret der Funktionsweise einer Batterie, gefördert wird. Zur Planung wurden in der Literatur beschriebene Schülerinnen- und Schülervorstellung zum Thema Elektrochemie, sowie anderen Bereichen der Chemie und Physik, die eine wichtige Rolle zum Verstehen beitragen, berücksichtigt.Aus fachdidaktischen Erhebungen weiß man, dass Lernen ein aktiver Prozess ist, der von den Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler stark beeinflusst wird (Barke et al., 2015). Bei der Unterrichtsplanung sind bezüglich des Lernens Präkonzepte von großer Bedeutung. Aus konstruktivistischer Sicht ist es notwendig, den aktuellen Wissensstand der Schülerinnen und Schüler zu kennen, um im Anschluss neues Wissen sinnvoll darauf aufbauen zu können (Duit, 2010). Mittlerweile hat man aus verschiedenen Untersuchungen, wie z. B. von Reinders Duit (2009), die Erkenntnis gewonnen, dass alle Lernenden ihre eigenen Ideen und Vorstellungen zum jeweiligen Thema bereits in den Unterricht mitbringen.

In meiner Arbeit wurde die Entstehung der Unterrichtseinheiten, sowie dessen Durchführung und Evaluierung im Detail beschrieben. Ebenfalls wurde die Entwicklung des Multiple-Choice-Fragebogens zur Evaluierung und dessen statistische Auswertung nach Bortz und Schuster (2010) beleuchtet. Die Unterrichtsplanung kann von Lehrkräften ohne größere Veränderungen direkt für den Chemieunterricht verwendet werden.

Der konzipierte Unterricht wurde in vier Klassen der 4. Schulstufe einer AHS/WMS getestet. Jede der Unterrichtsstunden bestand aus einem Schülerinnen- und Schülerversuch mit dazugehörenden Aufgaben, welche die Schülerinnen und Schüler in Kleingruppen bearbeiteten. Zwischen den selbständig zu machenden Aufgaben gab es ergänzende Erklärungen der Lehrperson. Auf Arbeitsblättern wurden die Beobachtungen während den Versuchen, sowie die Antworten zu den Aufgaben festgehalten. Darüber hinaus wurde von den Schülerinnen und Schülern vor und nach der Durchführung des geplanten Unterrichts der entwickelte Fragebogen ausgefüllt.

Die Antworten der Schülerinnen und Schüler auf dem Fragebogen bildeten die Grundlage dieser Arbeit. Dadurch wurde ermittelt, welche der behandelten Teilbereiche nach dem durchgeführten Unterricht zur Funktionsweise eines galvanischen Elements sich im Vergleich zu vorher verbessert haben und wo die Schülerinnen und Schüler Probleme haben.

Aufgrund dieser Auswertungen konnten Schwierigkeiten identifiziert und Vorschläge zur Verbesserung der Unterrichtseinheiten am Ende der Arbeit gemacht werden.